Sommerfest der saarländischen Linksfraktion mit Sahra Wagenknecht & Oskar Lafontaine

Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine waren am Freitag, 15. Juli 2016, die Hauptredner beim traditionelle Sommerfest der saarländischen Linksfraktion mit rund 600 Gästen. Die Kabarettisten Alice Hoffmann und Detlev Schönauer sorgten für das Unterhaltungsprogramm. Hier gibt es die Bilder

Zur Diskussion über eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl sagte Sahra Wagenknecht: "Wenn der Preis einer rot-rot-grünen Koalition wäre, dass es keine Friedenspartei mehr im Bundestag gibt und alle nur noch ins Kriegsgeheul einstimmen, dann muss ich sagen: Dann bleiben wir lieber in der Opposition. Weil das nutzt niemandem und dafür werden wir auch nicht gebraucht." Hier die Rede in voller Länge

Oskar Lafontaine warnte vor einem Erstarken rechter Parteien überall in Europa. "Das ist wesentlich das Versagen der Arbeiterparteien in ganz Europa. Früher war es so, dass die Leute wussten: Das sind die einen, das sind die anderen. Und die Arbeiter vor allem, die haben gesagt: Das seid Ihr – das waren CDU, FDP etwa in Deutschland, das waren die Wirtschaftsverbände – und das andere sind Wir – das sind die Gewerkschaften, das sind die Sozialdemokraten. Und das war früher die klare Alternative für viele Wählerinnen und Wähler. Und das ist in ganz Europa so. Und von diesem Wir haben sich die Arbeiterparteien (die Sozialdemokraten, die Parti socialiste, die PSE in Spanien,…) überall verabschiedet. Da kommen dann rechte Bewegungen auf. Da kann man eben nur eine Lehre draus ziehen: Es muss doch linke Parteien geben, die dieses Spiel durchbrechen, und die der Bevölkerung sagen: Ihr habt eine Adresse für dieses Wir. DIE LINKE ist Eure Adresse. Wir wollen keinen Krieg und keinen Sozialabbau." Hier die Rede in voller Länge

 

 

Veröffentlichungen von Oskar Lafontaine

29. August 2016

Oskar Lafontaine: Für eine Umsetzungs-/Pleitevermeidungskommission

Zu den sich häufenden Ankündigungen von Mitgliedern der saarländischen Landesregierung (zusätzliche Polizei-Stellen, beitragsfreie Kita-Plätze, Digitalisierungsoffensive) erklärt Oskar Lafontaine: „Man merkt, dass in ein paar Monaten Landtagswahlen anstehen, denn die Regierungsparteien machen immer mehr Versprechungen. ...

29. August 2016

Oskar Lafontaine: Saar-Ministerpräsidentin muss über Widersprüche bei Museums-Erweiterung aufklären

Nachdem das Oberlandesgericht beide Klagen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz auf Schadenersatz gegen den Ex-Projektsteuerer Marx abgewiesen und dies damit begründet hat, dass die umstrittenen Verträge unter Mitwirkung und mit Wissen der politisch Verantwortlichen geschlossen wurden, fordert DIE LINKE die damalige ...

26. August 2016

Oskar Lafontaine: Kritik der Handwerkskammer berechtigt – Saarland muss mehr in Infrastruktur investieren

Angesichts der Kritik der Handwerkskammer am schlechten Zustand der Straßen im Saarland fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag ein landesweites Investitionsprogramm. Oskar Lafontaine erklärt: „Die Konkurrenzfähigkeit unseres Landes und seiner Betriebe leidet unter maroden Straßen und einer verrottenden Infrastruktur. Daher ...

Aktuelle Debatten

21. April 2016

Europa vor dem Crash

In einem gemeinsamen Gastartikel, der am 07.04.2016 in der FAZ veröffentlicht wurde, warnen Oskar Lafontaine, Stefano Fassina und Fabio De Masi vor einer weiteren Finanzkrise. Sie fordern, dass die EZB endlich dringend benötigte Investitionen finanzieren solle. Passiere dies nicht, müssten Regierungen wieder selbst eine ...

12. März 2016

"Der Papst würde zum linken Flügel gehören"

Oskar Lafontaine im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA)

Frage: Herr Lafontaine, die Linken plakatieren zur Zeit im Landtagswahlkampf ein Franziskus-Zitat. Jüngst ist der linke Ministerpräsident Bodo Ramelow zum Papst gepilgert. Das überrascht nun doch manchen Beobachter... ...

04. Dezember 2015

"Wir können das Morden nicht beenden, indem wir selbst morden"

Oskar Lafontaine im Gespräch mit Dirk Müller vom Deutschlandradio zum Syrien-Einsatz

"Politik ist für mich der Versuch, mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt durchzusetzen"

Oskar Lafontaine im Gespräch mit BR-Alpha

Oskar Lafontaine im Gespräch mit dem Alpha-Forum in BR-alpha : "Eine Wirtschaftsordnung, die auf immer mehr und mehr und mehr ausgerichtet ist, führt notwendigerweise zur Zerstörung der Umwelt. Wir sehen doch gerade überall Krieg und Zerstörung. Insofern hat der Papst in Rom recht mit seiner Analyse, dass wir uns in einer Art drittem Weltkrieg befinden... In diesem Zusammenhang bemühe ich nicht nur den jetzigen Papst, sondern auch den großen französischen Sozialisten Jean Jaurès, der immer gesagt hat, dass der Kapitalismus, also die Wirtschaftsordnung, die auf immer mehr aus ist, in der es darum geht, dass man immer größere Absatzgebiete, immer größere Rohstoffquellen haben will, notwendigerweise zum Krieg führt."

Zur ‪SPD und ‪einer möglichen rotrotgrün‬en Zusammenarbeit: "Mein Kalkül bei der Wahl 2005 war: Wir als Partei DIE LINKE bekommen Stimmen, die die SPD nicht mehr bekommen kann. Dieses Kalkül ist auch genau aufgegangen und man hätte eine starke rot-rot-grüne Mehrheit im Bundestag gehabt. Aber die SPD wollte nicht. Sie macht diesen Fehler, das nicht zu wollen, nun seit zehn Jahren. Selbst heute wäre ja im Bundestag noch eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün vorhanden, wenn auch eine viel schwächere, aber sie will einfach nicht, weil sie im Grunde genommen keine programmatische Orientierung mehr hat. Es gibt z. B. ab und zu in der SPD Erklärungen, in denen es heißt: 'Wir wollen die paritätische Fin anzierung der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung wiederhaben.' Ich denke mir dann immer: 'Ihr braucht doch nur ein Gesetz anzuschieben und zu sagen, darüber wird jetzt abgestimmt – und dann ist das wieder da.' Nein, sie wollen das einfach nicht mehr.'

"Ich wollte immer die soziale Lage der Menschen verbessern" - Oskar Lafontaine im Interview mit dem Deutschlandfunk

Oskar Lafontaine im Interview mit dem Deutschlandfunk: "Aufgewachsen bin ich eben im katholischen Arbeitermilieu. Das war eine Straße, in der Hüttenarbeiter wohnten. Das hat mich geprägt. Meine Mutter war ja selbst auf der Hütte, zuerst auf der Dillinger Hütte, dann auf der Völklinger Hütte, und insofern ist das das Milieu, aus dem ich komme und das mich bis zum heutigen Tage geprägt hat....Ich komme aus dem katholischen Arbeitermilieu und ich wollte eben immer die soziale Lage der Menschen verbessern. Und die größte Herausforderung war ja, als der Neoliberalismus aufkam und auch die deutsche Sozialdemokratie anfing, sich neoliberalen Gedanken zu öffnen. Der Höhepunkt war ja die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze....Die Linke war ja ein Versuch, die Sozialdemokratie zur Korrektur zu zwingen, und das ist eben nicht gelungen. Also das sehe ich als ein, wenn man so will, ein Feld an, wo eben der Erfolg ausgeblieben ist, den Zerfall des Sozialstaates zu stoppen. Das war ja im Grunde genommen die überwältigende Idee bei allem. Und an der Front kämpfe ich heute noch, wenn Sie so wollen..."

Hier gibt es das komplette Interview (Externer Link)

Oskar Lafontaine: Kampf gegen die Altersarmut

Oskar Lafontaine in Hannover zu TTIP, Drohnenkriegen und Oligarchen-Kapitalismus

TERMINE

Mittwoch, 14.09.2016 09:00

Plenarsitzung Landtag Saarbrücken

Mittwoch, 05.10.2016 09:00

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Mittwoch, 09.11.2016 09:00

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