Mittwoch, 20. Mai 2015

Oskar Lafontaine: Deutschunterricht in Frankreich erhalten – Freunde sollten sich auch sprachlich verständigen können

Oskar Lafontaine: Deutschunterricht in Frankreich erhalten – Freunde sollten sich auch sprachlich verständigen können

Zur Demonstration der französischen Lehrer gegen eine Kürzung des Deutsch-Unterrichts erklärt Oskar Lafontaine: „Jeder dritte lothringische Schüler lernt Deutsch als erste Fremdsprache. Das ist wichtig für die deutsch-französische Freundschaft. Es ist gut, dass gestern Lehrer gegen eine Reduzierung des Deutsch-Unterrichts protestiert haben. Europa ist nur lebendig, wenn die Menschen auch die Sprache des jeweils anderen Landes sprechen. Freunde sollten sich auch sprachlich verständigen können. Es ist ein schlechtes Zeichen, dass die französische Regierung die umstrittene Reform auf dem Verordnungsweg durchsetzen will und es nicht wagt, es auf eine Abstimmung im Parlament ankommen zu lassen. Kanzlerin Merkel sollte sich beim französischen Präsidenten Hollande nachdrücklich für einen Erhalt des Deutschunterrichts in der bisherigen Form einsetzen. Ich bedauere, dass einem Vorschlag der Linksfraktion nicht gefolgt wurde, im Saarländischen Landtag  einen gemeinsamen Appell aller Fraktionen an die französische Regierung zu richten. Stattdessen soll diese Angelegenheit im Interregionalen Parlamentarierrat (IPR) zur Sprache gebracht werden. Ein Beschluss des Landtags hätte mehr Gewicht gehabt und wäre ein klares Zeichen gewesen, dass das Land über alle Parteigrenzen hinweg zu einer lebendigen und gelebten deutsch-französischen Freundschaft steht.“

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