Montag, 18. Mai 2020

Oskar Lafontaine: Habeck-Forderung nach höheren Fleischpreisen ist unsozial

Oskar Lafontaine: Habeck-Forderung nach höheren Fleischpreisen ist unsozial

Die Linksfraktion lehnt die vom Grünen-Vorsitzenden Habeck geforderte Erhöhung der Fleischpreise ab und fordert stattdessen mehr Kontrollen in den Fleischbetrieben sowie bessere Löhne. Oskar Lafontaine: „Die Zustände in vielen Fleischbetrieben sind nicht hinnehmbar. Die Vorschläge Habecks sind aber der falsche Weg. Die Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen, darunter auch die der Fleischindustrie, brauchen höhere Löhne. Wenn es mehr und strengere Kontrollen in den Betrieben der Fleischindustrie geben würde, die sicherstellen, dass den Arbeitern ein erhöhter gesetzlicher Mindestlohn auch tatsächlich gezahlt wird, und wenn es bessere Löhne für die Beschäftigten in Deutschland insgesamt geben würde, durch die überfällige Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, dann würden die Preise für die Erzeuger ohnehin steigen - aber die Arbeitnehmer könnten sie bezahlen. Andernfalls würde eine Preiserhöhung nur zur Folge haben, dass sich Ärmere weniger Fleisch leisten können. Das ist angesichts der Tatsache, dass in unserem reichen Land Kinder an Mangelernährung leiden und ohne warme Mahlzeit auskommen müssen, zutiefst ungerecht und nicht ernsthaft vertretbar.“

1 Kommentar(e) zu "Oskar Lafontaine: Habeck-Forderung nach höheren Fleischpreisen ist unsozial"

Genau so ist es,

von Dieter Scheuer am 21.05.2020 um 18:38 Uhr

Guten Tag,verehrter Oskar Lafontaine;

bei aller Sympathie‘welche man für die Grünen mal haben konnte und musste,allmählich gehen mir die Grünen entsetzlich auf den Zeiger.

Umweltpolitik hat nur Sinn,im Sinne von effizienter Gestaltung zum Wohle der Menschheit ,wenn sie auf Verstaendniss und Konsensbildung gerade bei dem sogenannten kleinen Mann und der Rentnerin trifft.

Klaus Töpfer;Wahlsaarlaender,wurde eine Zeitlang von meinem Vater Ministerialrat,EG—Umweltrechtsschutzexperte beraten.Auch sie hat er immer gelobt ,wenn es um die Verbindung von Arbeitnehmerinteressen—und Umweltauflagen ging .

Die heutigen Grünen haben weder in Stockholm 1972 einen Einfluss gehabt,weder dazu beigetragen,dass Umweltdirektiven im Bereich des Oberflaechenwassers,noch im Bereich der Filterdirektiven für Industrieanlagen etwas weitergeführt wurden!

Ich will damit sagen,dass sie nicht nur im Friedensbereich alle Prinzipien über Bord geworfen haben,sondern dass Ihr letztlich neoliberales Welt—und Menschenbild sie gänzlich unbrauchbar gemacht hat;denn wer nicht einmal begreift,dass der Verbraucher und Konsument auch wirkliche Wahlfreiheit haben muss durch eine vernünftige Lohn—und Sozialpolitik,der ist nur noch unglaubwuerdig—von der Freihandelspoliitik und Agrarpolitik der Grünen will ich gar nicht erst reden.Es ist nicht“außen grün—und innen rot—sondern außen grün und innen gelb“Alles Gute weiterhin,Ihr Dieter Scheuer,

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