Donnerstag, 13. Juli 2017

Oskar Lafontaine: Steigende Zahl berufstätiger Rentner ist Armutszeugnis - Renten rauf wie in Österreich

Oskar Lafontaine: Steigende Zahl berufstätiger Rentner ist Armutszeugnis - Renten rauf wie in Österreich

Angesichts neuer Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen inzwischen jeder neunte Rentner in Deutschland berufstätig ist und für 346.000 ältere Menschen über 65 ihre Arbeit Haupteinnahmequelle ist, erneuert Oskar Lafontaine die Forderung nach einer deutlichen Verbesserung der gesetzlichen Rente. „Viele Menschen arbeiten im Alter ja nicht, weil sie Langeweile hätten, sondern weil sie sonst nicht über die Runden kommen würden. Sinkende Löhne und Renten sind der Grund dafür, dass sich die Zahl der berufstätigen Rentner in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Das ist die Folge einer völlig verfehlten Agenda-Politik. Wer sein Leben hart gearbeitet hat, sollte im Alter eine auskömmliche Rente haben, ohne Wenn und Aber. In Österreich hat ein Durchschnittsrentner im Monat 800 Euro mehr als bei uns, auch weil dort alle, also auch Beamte, Selbständige und Politiker, in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Diesem Beispiel müssen wir in Deutschland folgen. Die Zerstörung der gesetzlichen Rente durch CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne muss rückgängig gemacht werden. Damit Rentner in Würde leben können, müssen auch Niedriglöhne und Ausbeutungs-Instrumente wie Leiharbeit abgeschafft werden. Nötig ist ein Mindestlohn in einer Höhe, die ausnahmslos im Berufsleben wie im Alter vor Armut schützt, das geht nicht unter 12 Euro die Stunde."

2 Kommentar(e) zu "Oskar Lafontaine: Steigende Zahl berufstätiger Rentner ist Armutszeugnis - Renten rauf wie in Österreich"

Wertegemeinschaft

von Rainer Rittmann am 19.07.2017 um 12:34 Uhr

Die aktuelle Regierung scheint sehr Glücklich mit dem jetzigen Zustand zu sein. Gering Verdiener und Prekär Beschäftigte werden mit der Dumpingrente ein 2. Mal bestraft.

Wenn nicht bis zum September ein Rot Rot Grünes Wunder geschieht wird sich nichts ändern.

Es wird auf die Selbstverantwortung des Einzelnen verwiesen, die viele wegen Billiglohn und befristeter Beschäftigung nie für sich wirksam wahrnehmen konnten.

Wo ist der Verstand geblieben von 32 Mio Arbeitnehmern und 20 Mio Rentnern

von M. Klimmeck am 08.08.2017 um 18:57 Uhr

Die Medien in Deutschland haben die Sache im Griff! Statt für die Menschen und ihre Vorsorge

zu arbeiten, arbeiten sie-salopp gesagt bis auf wenige Ausnahmen wie Nachdenkseiten-gegen

sie und für das Kapital! Nehmen wir nur die Euroeinführung. Die Renten wurden halbiert von DM zum Euro, der Euro ist heute soviel wert wie die DM und die Rentner haben nur noch die Hälfte

Kaufkraft in der Börse. Gleiches gilt für die Arbeitnehmer, im Grunde halbes Geld, keinen realen

Lohnzuwachs und das tollste ist sie die 32 Millionen scheinen zufrieden, eingelullt von Mutti.

Wo ist der Verstand geblieben? Da lohnt der Blick nach Österreich, z.B. der Rentner hat im Vergleich das doppelte, die Seniorenheime sind kommunal und nicht wie bei uns kapitalistisch und auf Abzocke ausgelegt, dafür aber auch teurer. Man sehe sich die Heime einmal an.

Nein, das soll keine Rentner und Arbeitnehmer Schimpfe sein, aber an den Verstand darf man ja einmal anklopfen! Die SPD kann einem Leid tun, nur ein Thema Gerechtigkeit was zwar richtig aber allein falsch ist. Lohn, Rente, Krankenversicherung, Schule, Ausbildung, Verkehr, Umwelt, Güter auf die Schiene, Polizei, Bundeswehr weg mit der Berufsarmee, Wehrpflicht für alle oder soziales Jahr. Euro, Nato und so weiter und so weiter. Es schreit nach Themen die wichtig sind, aber stattdessen Dilettantismus der weh tut. Bei den Linken

sind keine Macher: Es brauchtst mehr Oskars und Wagenknechts und Print / TV Medien

die die Themen unters Volk bringen. Das Volk braucht einmal eine kalte Dusche um wach zu werden.

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