Montag, 14. Mai 2012

Lafontaine: "Alberne" Diskussionen über Personen und Ämter

Von: Deutschlandradio

Oskar Lafontaine im Gespräch mit Nana Brink

Der ehemalige Vorsitzende der Partei "Die Linke", Oskar Lafontaine, hält sich nach wie vor bedeckt, ob er seine Partei noch einmal führen will. Wer den Parteivorsitz übernehme, müsse auch die Hauptverantwortung für die Bundestagswahl tragen.

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3 Kommentar(e) zu "Lafontaine: "Alberne" Diskussionen über Personen und Ämter"

Vielen Dank NRW ?!?

von Uwe Peter am 15.05.2012 um 02:32 Uhr

Vielen Dank NRW....

 

und jetzt die Frage, was setz ich für ein Satzzeichen, "Fragezeichen ?" - "Ausrufezeichen !"

Soll ich mich freuen, lachen, ärgern oder gar weinen ?

 

Irgendwie ist es da gespalten in mir !

 

Ich freu mich, daß Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann gemeinsam das größte Bundesland regieren werden ! :-)

 

Ich freu mich auch darüber, daß Christian Lindner die FDP wieder ins Spiel gebracht hat ! :-)

Und zwar jene FDP eines Hans Dietrich Genscher und Gerhard Baum und nicht dieser Neoliberale Kapitalistenverein von Guido Westerwelle und Phillip Rössler ! :-@

Ich freu mich auch über einen weiteren Hoffnungsträger, nämlich Wolfgang Kubicki ! :-)

 

Ich lache über Norbert Röttgen :-P

Er hat das endgültige Aus einer unfähigen schwarz/gelben Koalition auch auf Bundesebene eingeläutet !

Und da kann Angie so cool tun, wie sie will - sie hat die Hosen gestrichen voll ! ;-)

 

Ich ärgere mich über das Abschneiden der Piraten - nicht so sehr in NRW, wie hier im Saarland und voraussichtlich auch in anderen Bundesländern !

Anfangs dachte ich sogar "Toll, da kommt mal frischer Wind in die Politik !"

Hatte sowas wie Sympathie mit Augenzwinkern :-O

Mittlerweile ist mir aber schmerzhaft klar geworden, daß bei einer gleichzeitig schwachen FDP der Erfolg der Piraten nur zu einer großen Koalition führen kann, weil sonst eine Regierungsbildung fast unmöglich sein wird ....

 

.... und jetzt kommts:

Ich weine deshalb um die LINKE

Was auch immer irgendwelche ehemaligen Linkswähler (und auch alle anderen) bewogen hat, diesmal die Piraten zu wählen ... so machen ihr dieses Land unregierbar ! :-(

Wozu das führt, zeigte uns die Weimarer Republik !

Es wird in einem großen Chaos enden und dann ????

 

Nur ein soziales Europa mit starken sozialistischen Parteien kann dies verhindern !

 

Und das kann bei uns nur die LINKE unter einer starken Führung sein !

Oskar, Sahra, Gregor ... Ihr werdet gebraucht !

 

Da sollten wir alle mal drüber nachdenken.

 

Wir brauchen eine starke LINKE !!

 

Die Menschen in Frankreich und Griechenland habens schon vor gemacht !

 

Und die Wähler in NRW haben m.M.n. mit ihrer Entscheidung einen grossen Anstoß für ein Umdenken auch in Deutschland gegeben !

 

Darum:

VIELEN DANK NRW !!!

Oskar Lafontaine und die LINKE am Scheideweg

von Karl-Friedrich Wagner am 15.05.2012 um 22:57 Uhr

Oskar Lafontaine - Was soll er noch mehr erklären ?

 

Die Diskussion um Personen und Ämter ist nicht nur albern, sie ist auch gefährlich. Denn so entsteht nicht nur genau der Eindruck von Handlungsunfähigkeit und Beschäftigung mit sich selbst, der die Linke in der öffentlichen Wahrnehmung weg von den drängenden gesellschaftlichen Problemen führt, sondern sie entfernt sich tatsächlich davon. Die Quittung hat die Linke in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen erhalten. Nicht überraschend, vielmehr voraussehbar als Folge einer längeren Entwicklung.

 

Hat die Linke das erkannt ? Ich glaube nicht !

 

Nun wird ein Streit um Personen und Richtungen diskutiert.: Reformer gegen Radikale. Dabei wird Dietmar Bartsch als Vertreter der sogenannten Reformer, die man mehrheitlich in den ostdeutschen Landesverbänden vertreten sieht, und Oskar Lafontaine als der Vertreter der sogenannten Radikalen beschrieben. Und es wird die behauptet, dies sei eine Auseinandersetzung um die Notwendigkeit der Regierungsfähigkeit als zentrales Ziel, was natürlich nur durch die Reformer erreicht werden kann. Lafontaine polarisiere zu sehr, wo es auf Ausgleich und Annäherung an die SPD und die Grünen ankomme um regierungsfähig zu werden.

 

Was aber bedeutet "Regierungsfähigkeit" der Linken ? Da die politische Größe bislang allenfalls zur Mitregierung gereicht hat, ist die Regierungsfähigkeit nur zum Preis der Anpassung möglich gewesen. Das wäre noch nicht das Problem, wenn die Medaille nicht auch eine Kehrseite hätte. Die Regierungsverantwortung der Linken hat in noch keinem Fall zu einem grundlegenden Politikwechsel hin zu sozialer Gerechtigkeit geführt, wohl aber in Teilbereichen soziale Härten vermieden und zu Verbesserungen geführt.

 

Doch der Preis dafür war die sogenannte "Entzauberung" der Linken in der politischen Realität. Mit der Konsequenz, dass sie immer dort, wo sie in der Regierung war, von Wahl zu Wahl Stimmen und Mitglieder verloren hat, bis ihre Zustimmung bei den Wählern soweit gesunken war, dass es auch dafür nicht mehr gereicht hat.

 

Und nun Personaldebatten:

Politik machen, die die Menschen interessiert, sieht anders aus. Dazu braucht die Linke eine einheitliche Führung und klare Konzepte. Und Sie muß polarisieren, wenn Sie als gesellschaftliche Alternative wahrgenommen werden will.

 

Wenn die Berichte stimmen, wonach aus ostdeutschen Landesverbänden der Vorwurf laut geworden ist, Oskar Lafontaine stehe nur für ein "Weiter so !" und "Kurs halten !" muß man zunächst sagen dürfen: Was spricht gegen ein "Kurs halten" , wenn man denn einen hat? Gerade dass ein Kurs bei der Linken in letzter Zeit nicht erkennbar war, ist eine der Ursachen für die Ergebnisse der jüngsten Wahlen.

 

Viel wichtiger erscheint mir aber, dass dieser Vorwurf gerade gegenüber Oskar Lafontaine unzutreffend ist. Die ihm angedichtete Radikalität wäre übrigens auch das genaue Gegenteil von purem "Kurs halten" und einem zuviel an Polarisierung.

 

Ebenso ist der aus gleicher Quelle zitierte Vorwurf offenkundig falsch, es gehe nicht an, dass Lafontaine Bedingungen für eine Rückkehr an die Parteispitze stelle und die Partei erpresse.

 

Hat er Bedingungen gestellt ? Ja und warum auch nicht ! Die Linke braucht klare Entscheidungen und ein gemeinsames Erscheinungsbild. Hat er die Partei erpresst ? Nein, er hat lediglich klargestellt, dass er die Frage einer Kandidatur für sich persönlich erst nach der gemeinsamen Sitzung der Parteigremien beantworten wird und welches aus seiner Sicht die Voraussetzungen sind.

 

Heute hat er sich bereit erklärt. Und es ist auch gut, dass er keine "Kampfkandidatur" will. Alles was die Linke jetzt nicht braucht, ist eine solche Auseinandersetzung. Es bleibt zu hoffen, dass die Linke nicht die historisch so oft begangenen Fehler von Flügel-und Richtungskämpfen begeht. Wenn Sie das aber doch tut, ist Sie vielleicht nicht einmal mehr nur noch für sich selbst wichtig. Oder direkter gesagt: Dann ist Sie in dieser Gesellschaft überflüssig und wird über kurz oder lang in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Was dann nicht schade wäre.

 

Ich persönlich glaube, dass eine Persönlichkeit wie Oskar Lafontaine in der deutschen Politik wichtig ist. In der Linken ist er zu dieser Zeit die richtige Wahl. Deshalb befürworte ich seine Kandidatur und wünsche ihm viel Erfolg.

Respekt

von Krumpen am 23.05.2012 um 12:47 Uhr

Respekt,

 

vor der gestrigen 13zeiligen Erklärung von Oskar Lafontaine ist wohl angebracht und diesen teile ich uneingeschränkt.

 

Schade nur, dass auch DIE LINKE - statt der Frage, welche Personen können unsere Partei bei den Menschen und in den Medien nach vorne bringen und damit unsere Inhalte und somit im Ergebnis unsere Wahlergebnisse wieder nach vorne bringen - auf einen "Messias" hofft.

 

Ganz persönlich halte ich die Kandidatur von Dietmar Bartsch für eine zukunftsweisende Kandidatur. Dietmar Bartsch ist jung und erfahren genug um die Stimme der LINKEN wieder zu erheben und langfristig wieder zu etablieren. Medial erfahren und inhaltlich an dem orientiert, was machbar ist, ohne dabei unser "Herzblut" zu verschütten.

 

Es sollte nicht darum gehen "Gräben in den eigenen Reihen aufzureßen" sondern darum,die Partei auf einem gemeinsamen Weg an allen "Schlaglöchern" vorbei zur Verantwortung für die Menschen zu führen. Gemeinsam ist dieser Weg gangbar alleine wird diesen Weg niemand finden....

 

H. Krumpen

Mitglied LV MV

geboren in Köln :-)

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