Mittwoch, 07. September 2016

Oskar Lafontaine: Zerstörung der Naturlandschaft beenden

Oskar Lafontaine: Zerstörung der Naturlandschaft beenden

Zur „Erfolgsmeldung“ des Unternehmens „Deutsche WindGuard“, dass im Saarland derzeit 141 Windkraftanlagen stehen und im ersten Halbjahr 2016 fünf neue Anlagen entstanden sind, erklärt Oskar Lafontaine: „Es ist kein erstrebenswertes Ziel, im dicht besiedelten Saarland immer mehr und immer größere Windkraftanlagen zu errichten. Viel wichtiger ist es, eine intakte Naturlandschaft zu haben, in der sich die Saarländerinnen und Saarländer, aber auch Touristen, die unser Land besuchen, erholen können. Die fortschreitende Zerstörung unserer Landschaft, insbesondere der saarländischen Wälder, muss gestoppt werden. Über Energieeinsparungen bei der Wärmeversorgung von Gebäuden, in der Industrie und im Verkehrsbereich ist mit demselben Mittelaufwand (rund 27 Milliarden Euro) eine weitaus größere Verringerung des CO2-Ausstoßes zu erreichen, ohne dass die Strompreise steigen und Haushalte mit geringem Einkommen Schwierigkeiten haben, die Stromrechnung zu bezahlen. Es ist eine Jahrhundertaufgabe, die Umwelt zu schützen und Landschafts- und Naturschutz stehen dabei an erster Stelle. Es ist nicht nachvollziehbar, dass um das Klima zu schützen auf immer größere Windkraftanlagen gesetzt wird, die die Landschaft verschandeln und den Wald zunehmend beschädigen, statt auf umweltfreundliche Techniken zu setzen, die dieselben Klimaschutzeffekte haben.“

2 Kommentar(e) zu "Oskar Lafontaine: Zerstörung der Naturlandschaft beenden"

Würden die Windräder wie Windmühlen aussehen...

von Sebastian Nichele am 19.09.2016 um 00:48 Uhr

...wäre das was anderes, aber sie sind ja nicht Mal Rad-ähnlich sondern wie Hochschornsteine mit Flugzeugpropellern, und so hören sich die großen auch an. Wir waren jüngst in Dithmarschen im Urlaub, wir wollten Meer und Horizont sehen - doch überall standen diese Star Trek Dinger. Das Bewusstsein für die Ästhetik, Schönheit der Natur geht flöten wenn wir das länger akzeptieren. Wir vergehen uns dadurch an der Natur die auch Heimat für die Tierwelt ist.

Im Wesentlichen stimme ich Oskar Lafontaine zu

von Bernie J. Wagner am 23.09.2016 um 03:02 Uhr

Teilweise stimme ich zu. Auch erneuerbare Energien müssen in Ballance mit Landschaftsschutz etc gebracht werden, übrigens auch Vogelschutz oder Wal/Delfinschutz (vgl Lärm bei Installation von offshore Windkraft, obwohl geringer als durch heutige Schiffs-Sonare, va von Kriegsschiffen) ...

 

Allerdings ist es oft auch eine Frage der Gewohnheit, ob eine Landschaft durch das eine oder andere Windrad wirklich beeinträchtigt wird, wenn es nicht zu viele auf zu engem Raum sind, zumal in Wäldern, wo erst Schneißen dafür gezogen werden müssen (statt etwa entlang von Autobahnen ...)

 

n.b. Büerger-Energiegenossenschaften, die Windräder oder Solardächer bauen, sind besser als Energiegroßkonzerne, die jetzt auch in die "Erneuerbaren" einsteigen.

 

Darüber hinaus fordert die Klimakatastrophe weltweit bereits bis heute schon so viele Menschenleben und forciert Armut etc, dass manchmal ein "sowohl, als auch" nötig ist, also z.B. sowohl mehr Windräder, als auch Energieeinsparung im Verkehrssektor und mehr Klimaeffizienz von Gebäuden (wobei übrigens hier erdöl-basierte Kuststoff-Dämmung schlechter ist, als natürlichere Materialien wie Steinwolle ... nb auch weniger anfällig gg Schimmelpilzen)

 

Fazit : Ja, Umweltschutz, auch Landschaftsästhetik sind wichtig. Es bedarf eines viel besseren Gesamtkonzepts, das den Klimaschutz noch viel besser voranbringt und zugleich auf andere Aspekte Natur- und Umweltschutz Rücksicht nimmt.

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