Mittwoch, 20. Dezember 2017

Oskar Lafontaine: Hoher Lohn-Rückstand der Saarländer Folge einer verfehlten Politik, die korrigiert werden muss

Oskar Lafontaine: Hoher Lohn-Rückstand der Saarländer Folge einer verfehlten Politik, die korrigiert werden muss

Das Haushaltseinkommen der Saarländer liegt laut Arbeitskammer 8,3 Prozent unter dem Schnitt der westdeutschen Länder. Dazu Oskar Lafontaine: „Die Landesregierung ist gefordert. Sie muss mit gezielten Leitinvestitionen in Zukunftsbereiche wie etwa der Medizintechnik und mit einer stärkeren Investitionstätigkeit vor allem in den Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Schaffung gut bezahlter zukunftsfähiger Arbeitsplätze befördern. Der starke Niedriglohn-Sektor und die Vielzahl an unsicheren und schlecht bezahlten Jobs im Saarland sind kein Standortvorteil, sondern führen dazu, dass die Saarländerinnen und Saarländer schlechter dastehen, als die Menschen in den anderen westdeutschen Bundesländern und 7,5 Prozent trotz Arbeit von Armut bedroht sind. Angesichts dieses Rückstandes wandern viele Saarländerinnen und Saarländer in andere Regionen ab. Dies ist auch das Ergebnis einer verfehlten Politik, die seit Jahren in viel zu geringem Umfang in Infrastruktur und wirtschaftliche Erneuerung investiert.“

1 Kommentar(e) zu "Oskar Lafontaine: Hoher Lohn-Rückstand der Saarländer Folge einer verfehlten Politik, die korrigiert werden muss"

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von DIETER SCHEUER am 26.12.2017 um 10:22 Uhr

Sehr geehrter Oskar Lafontaine,

ich wünsche mir,dass sie uns noch lange erhalten bleiben.Ihre Analysen sind fast immer komplett richtig.

Bei meinem vorweihnachtlichen Besuch im Saarlouier Raum ist mir in der Saarbrücker Zeitung ein Interview mit Gerhard Schröder in die Hände gefallen.Und die Rechenkuenste der Unternehmensverbände ,welche versuchen die Statistiken zu Ihrem Kommentar zu relativieren.

Zwei Sachen fallen mir dazu ein:Erstens trieft das Interview von Gerhard Schröder nur so von Arroganz und Sueffisanz.Der sogenannte einfache Mann im Saarland steht seiner Einstellung und Gleichgültigkeit fassungslos entgegen,dass habe i h in vielen Gesprächen mitbekommen.Im Gründe genommen sollte man zu diesem Mann gar nichts mehr sagen.Er ist zynisch und auch nicht besonders intelligent.

Er steht nach wie vor zu Hartz 4.Dem ist nichts hinzuzufügen !!!

Aber gerade dieses Hartz 4 hat viel Elend produziert,und die Rutschbahn der Loehne gefoerdert.Der Investitionsstau ,gerade im Bereich der oeffentlichen Daseinsvorsorge erklaert den Rest.Ein weiterer Aspekt ist die "virusmaessige Ausbreitung"der voellig wieder legten These,dass Exportueberschuesse mit Lohndumping verbunden,bei gleichzeitiger nicht Harmonisierung von Sozialstandards und europäischer Steuerkonkurrenz sozialen Fortschritt ergeben koennen!!

Selbst in Belgien hat die rechtsliberale Regierung versucht "500 Euro Jobs einzuführen".Das ist zwar vorerst gescheitert,aber der Virus ist ausgebrochen.

Mittlerweile bin ich sicher,dass Europa zerbrechen wird-siehe Katalonienkrise.

In diesem Sinne,bleiben Sie uns erhalten,damit dem nicht so wird .Ich wuensche Ihnen und Ihrer Frau ein gesundes neues Jahr.

DIETER Scheuer.

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