Freitag, 11. Januar 2019

Oskar Lafontaine: Land und Bund müssen für Erhalt des Saarlouiser Ford-Werks kämpfen

Oskar Lafontaine: Land und Bund müssen für Erhalt des Saarlouiser Ford-Werks kämpfen

Nachdem der Ford-Europa-Chef erneut heftige Einschnitte in den Werken angekündigt hat und im Saarlouiser 1600 der insgesamt 6300 Arbeitsplätze bedroht sind, erklärt Oskar Lafontaine: „Dieses knallharte Profitstreben der Unternehmensführung bedroht tausende Existenzen von Beschäftigten und Zulieferern und gefährdet unser Land. Dabei gilt noch eine Standort-Sicherungs-Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Und auch das Saarland hat in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, um die Standortbedingungen des Ford-Werks in Saarlouis zu verbessern, beispielsweise durch die Einrichtung des Zulieferparks. Wir sind solidarisch mit den Beschäftigten und ihren Familien. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen nun für die technischen Versäumnisse (beispielsweise bei der Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge) und Fehlentscheidungen der Geschäftsführung büßen. Deshalb müssen die politisch Verantwortlichen in Saarbrücken und Berlin nun für die Beschäftigten und den Erhalt des Saarlouiser Werks kämpfen. Unsere Region hat für Ford schließlich einiges zu bieten, nicht zuletzt das Industrie-4.0-Knowhow der saarländischen Ingenieure und der für die Entwicklung der Automobilindustrie wichtigen Forschungseinrichtungen wie unter anderem das Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA).“

1 Kommentar(e) zu "Oskar Lafontaine: Land und Bund müssen für Erhalt des Saarlouiser Ford-Werks kämpfen"

Die ungezuegelte Globalisierung und Ihre Folgen!

von DIETER Scheuer am 11.01.2019 um 23:16 Uhr

Verehrter Oskar Lafontaine,

Ihnen weiter viel Kraft und Mut und vor allem Gesundheit im neuen Jahr.Wie immer bringen Sie die Sache auf den Punkt.Aber ich bin mir sicher ,dass die Saarlaender mit Ihrer Sozialstruktur,starken Gewerkschaften und einer vor allem von Ihnen immer wieder vorgebrachte starke Unterstützung fuer die Betriebsräte dies nicht wehrlos hinnehmen werden.

Die Gier nach ungezügelten Gewinnen,welche keinerlei Maß mehr kennt,und sich nach einem unsinnigen Prinzip am Umsatz orientieren-was ich nicht wusste-kennt eben keine Grenzen und die europäischen Vertraege und Abkommen schuetzen nicht oder nicht mehr

vor dem Raubtierkapitalismus.Mit den gleichen Argumenten hat vor einigen Jahren in Belgien das ebenso produktive Fordern in Genk(Limbourg)die Produktion abgebaut!

In solchen Krisen braucht man Politiker mit Empathie und Weitsicht und Durchsetzungsvermögen,und ich befürchte,das die SPD und die CDU außerhalb des Saarlandes keinerlei Interesse aufbringen wird.Frau Kramp Karrenbauer kann nun mal beweisen,wieweit Ihr Einfluss traegt.

Ich denke auch an die vielen Saarländischen Nachbarn in Saarwellingen-wo meine verstorbene Mutter Gisela Pulch -Scheuer immer Ihre Wurzeln hatte-welche viel bei Ford gearbeitet haben oder immer noch arbeiten!!Nach dem Ende des Bergbaus ist es ein weiterer Schlag fuer dieses angenehme Dorf mit vielen netten Menschen.

In diesem Sinne,in der Hoffnung das sie weiter diesen Menschen helfen koennen,verbleibe ich Ihr Dieter Scheuer.

Mit besten Wuenschen .

Kommentar abgeben

Schreiben auch Sie einen Kommentar

Die Felder markiert mit einem Sternchen (*) sind Pflichtangaben.

Sicherheitscode
(Es finden Großbuchstaben und Zahlen Verwendung.)