Montag, 30. Mai 2016

Oskar Lafontaine: Landschaft schützen, planlosen Zubau von Windkraft-Anlagen stoppen

Oskar Lafontaine: Landschaft schützen, planlosen Zubau von Windkraft-Anlagen stoppen

Oskar Lafontaine fordert die saarländische Landesregierung auf, die Zerstörung der Landschaft durch den planlosen Bau von Windkraftanlagen zu beenden. „Im windarmen Saarland Anlagen mitten im Wald aufzustellen, die kaum Energie bringen, ohne dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, die Energie zu speichern, während gleichzeitig für hunderte Millionen überschüssiger Strom vernichtet werden muss, ist alles andere als eine vorausschauende Energiepolitik. Die Natur zu verschandeln, um angeblich die Natur zu schützen, ist keine Lösung. Wenn der ungebremste Zubau immer größerer Windräder so weitergeht, dann muss man sich die Frage stellen, ob irgendwann auch Wahrzeichen unseres Landes wie die Saarschleife mit Windkraft-Anlagen zugebaut werden. Zu Recht wehren sich immer mehr Saarländerinnen und Saarländer gegen diese ideologisch motivierte Zerstörung der Natur durch neue Anlagen, etwa am Oberlimberg, im Mandelbachtal, am Litermont oder im Fröhner Wald. CDU und SPD haben, unterstützt von Grünen und Piraten, selbst eine Abstandsregelung wie in Bayern (10-H-Regelung) verhindert, dabei hätten die Anwohner im Saarland denselben Schutz verdient wie die Bayern. Darum hatte DIE LINKE gefordert, dass der Abstand zwischen einer Windkraft-Anlage und Wohnhäusern zehnmal so groß ist, wie die entsprechende Anlage. Außerdem muss das Land wieder Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausweisen und den planlosen Zubau drosseln. Denn durch die derzeitige Politik der wahllosen Förderung neuer Windkraft-Anlagen steigt die Belastung der Verbraucher weiter. Es wäre sinnvoller, in die weitere Entwicklung neuer Netztechnologien und den Bau neuer innovativer Energiespeicher zu investieren, als immer neue Anlagen zu bauen.“

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