VIDEOS 2016

9. November 2016
Oskar Lafontaine bei Maischberger zu den Wahlen in den USA

Oskar Lafontaine am Mittwoch, 9. November 2016 bei der ARD-Sendung "Maischberger" zu den Präsidentschafts-Wahlen in den USA: "Es ist ja nicht Trump gewählt worden. Das politische System ist abgewählt worden. Auch das Wirtschaftssystem, das dazu geführt hat, dass tiefe Risse in der amerikanischen Gesellschaft entstanden sind, ist abgewählt worden. Und wenn gesagt wird, die tiefen Risse müssen gekittet werden, dann ist das nicht mit irgendeiner Rede getan. Dann ist die große Frage: Gelingt es jetzt, diese soziale Auseinanderentwicklung wieder zusammen zu bringen? Wenn das nicht gelingt, dann weiß ich wirklich nicht, wie das weitergeht. Aber meine Interpretation ist die: Dies war ein Protest gegen das politische und ökonomische System der Vereinigten Staaten und damit der westlichen Welt..."

15. Juli 2016
Oskar Lafontaine beim Sommerfest der saarländischen Linksfraktion

Oskar Lafontaine beim Sommerfest der saarländischen Linksfraktion am Burbacher Waldweiher in Saarbrücken am Freitag, 15. Juli 2016: Zum Erstarken rechter Parteien überall in Europa: "Das ist wesentlich das Versagen der Arbeiterparteien in ganz Europa. Früher war es so, dass die Leute wussten: Das sind die einen, das sind die anderen. Und die Arbeiter vor allem, die haben gesagt: Das seid Ihr – das waren CDU, FDP etwa in Deutschland, das waren die Wirtschaftsverbände – und das andere sind Wir – das sind die Gewerkschaften, das sind die Sozialdemokraten. Und das war früher die klare Alternative für viele Wählerinnen und Wähler. Und das ist in ganz Europa so. Und von diesem Wir haben sich die Arbeiterparteien (die Sozialdemokraten, die Parti socialiste, die PSE in Spanien,…) überall verabschiedet. Da kommen dann rechte Bewegungen auf. Da kann man eben nur eine Lehre draus ziehen: Es muss doch linke Parteien geben, die dieses Spiel durchbrechen, und die der Bevölkerung sagen: Ihr habt eine Adresse für dieses Wir. DIE LINKE ist Eure Adresse. Wir wollen keinen Krieg und keinen Sozialabbau."! Lafontaine warnte davor, dass die saarländische CDU-SPD-Landesregierung zu wenig in die Zukunft des Saarlandes investiert: "Es kann ja in dieser Form nicht so weitergehen. Denkt mal zurück: Was ist denn in den letzten Jahren geschehen? Und ich sage das als ehemaliger Ministerpräsident mit gewisser Sorge. Ein Land kann ja nur im Wettbewerb mit anderen Ländern einigermaßen bestehen – im Interesse seine Kinder, im Interesse seiner Schülerinnen und Schüler, seiner Studentinnen und Studenten, seiner Arbeiter -, wenn das Land tatsächlich eben genauso in die Zukunft investiert wie andere Länder. Und das tun wir seit vielen Jahren nicht."

11. Juli 2016
Oskar Lafontaine im Interview mit "Jung & naiv"

Oskar Lafontaine im Interview mit "Jung & naiv": "Ich habe auch – den Vorwurf muss ich mir machen – nicht rechtzeitig erkannt, in welchem Umfang bereits das Denken aller Leute von diesen marktkonformen, den Gewinn verabsolutierendem Denken bestimmt wird… Wir leben immer noch im Feudalismus, wir merken es nur nicht… "

14. Juni 2016
Oskar Lafontaine: "Kampf gegen die Altersarmut - Was wird aus unserer Rente?"

Oskar Lafontaine bei der Veranstaltung "Kampf gegen die Altersarmut - Was wird aus unserer Rente?" der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: "Rentenkürzungs-Parteien müssen abgewählt werden! Wir haben heute einen viel größeren Kuchen und trotzdem versorgen wir die Alten schlechter. Und das ist nicht irgendwie Gottgegeben. Wir haben die Möglichkeit, dass die Alten wieder ein ordentliches Stück vom Kuchen kriegen. Dann muss das Stück anderer etwas kleiner sein. Wer aber die großen und himmelschreienden Ungerechtigkeiten, die sich in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, wenigstens so ein bisschen verfolgt hat, wie die Vermögen auseinandergegangen sind, wie die Einkommen auseinandergegangen sind, der wird dem doch zustimmen, was ich jetzt sage: Unsere Gesellschaft muss sozial gerechter werden. Denn dieser Kuchen ist nicht von einem Prozent der Bevölkerung, auch nicht von zehn Prozent gebacken worden, er ist von der Gesamtbevölkerung gebacken worden."

11. Juni 2016
Stopp Ramstein - Kein Drohnenkrieg

Oskar Lafontaine bei der Auftaktkundgebung zu "Stopp Ramstein - Kein Drohnenkrieg" in Kaiserslautern: "Es wird ja weltweit Krieg geführt. Und es wird weltweit ein Drohnenkrieg geführt. Und dieser Drohnenkrieg ist völkerrechtswidrig. Es werden tausende von Menschen ermordet. und deshalb verurteilen wir diesen Drohnenkrieg und fordern die deutsche Politik auf, den Amerikanern zu untersagen, von deutschem Boden aus Krieg zu führen.... Wir haben ein Antiterror-Dateigesetz. Da steht drin: Terror ist die Anwendung von Gewalt, um politische Ziele durchzusetzen. Nach dieser Definition sind alle US-Präsidenten der vergangenen Jahre Terroristen."