Stichword-Archiv: Lockdown

Oskar Lafontaine: Panikmache beenden, Diskotheken öffnen wie in Rheinland-Pfalz

„Die Forderung saarländischer SPD-Politikerinnen und -Politiker nach einer Öffnung von Diskos im Saarland ist berechtigt“, erklärt Oskar Lafontaine. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum in Rheinland-Pfalz Clubs und Diskotheken für Geimpfte, Genesene und Getestete öffnen dürfen, wenn sie über ausreichende Lüftungsanlagen verfügen, im Saarland aber nicht. Die betroffenen Betriebe waren die ersten, die schließen mussten und gehören nun zu den letzten, die noch dicht sind, das ist eine sehr einseitige Belastung einer Branche. Und gleichzeitig geht es um die Jugendkultur und den Raum für junge Menschen, sich mit Freunden zu treffen, zu feiern und Spaß zu haben. Hier ist eine Öffnung und Normalisierung auch angesichts der vielen Beschränkungen, die die Jungen seit vielen Monaten erleben mussten, notwendig. Die dauerhafte Panikmache muss ein Ende finden. Die SPD muss sich aber mal entscheiden, ob sie Regierung oder Opposition sein möchte. In Bund und Land trägt sie seit Jahren die Regierungsverantwortung und die Entscheidung, Diskos und Clubs so lange Zeit zu schließen, ist eine Entscheidung dieser Regierungen, an denen die SPD beteiligt ist.“ ...mehr ansehen

Oskar Lafontaine: Schulen müssen nach den Sommerferien offen bleiben!

„Erneute Schulschließungen nach den Sommerferien müssen unbedingt verhindert werden, die Kinder haben genug unter dem Unterrichtsausfall der vergangenen Monate gelitten“, fordert Oskar Lafontaine. „Sogenannter Wechsel-Unterricht oder Online-Schule bedeuten vor allem für Kinder aus ärmeren Familien gar kein Unterricht und weitere Lernrückstände. Denn ihnen fehlen zuhause oft technische Infrastruktur wie schnelles Internet mit ausreichend freiem Datenvolumen, Rückzugsmöglichkeiten zum ungestörten Lernen und fachliche Unterstützung. Studien haben belegt, dass die Schülerinnen und Schüler während der Schulschließungen im Frühjahr vergangenen Jahres kaum etwas gelernt haben, nämlich gerade einmal so viel wie sonst während der Sommerferien, und dass sich die Schere zwischen Arm und Reich dabei noch weiter geöffnet hat. Dafür, dass asymptomatisch infizierte Kinder angeblich häufig die Viren unerkannt übertragen würden, gibt es auch nach Angaben von Prof. René Gottschalk, dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes ‚keine Daten, die diese Befürchtungen jemals belastbar bestätigt haben‘. Jeder Tag, an dem eine Schule wieder geschlossen wird und Unterricht ausfällt, ist daher vor allem für die ohnehin benachteiligten Kinder aus einkommensschwachen Familien ein Schlag ins Gesicht.“ ...mehr ansehen